MEDITATION

Übe Dich in Gelassenheit




Um uns rum ist alles sehr turbulent, gerade jetzt in Zeiten von Corona, aber auch generell neigen wir dazu, uns von der Hektik des Alltags verleiten zu lassen und lernen, Stress als Routine wahrzunehmen. Dabei ist negativer Stress genauso wenig gut, wie nur im Außen zu sein. Die ständige Erreichbarkeit, die durch diverse Apps und Social Media gegeben ist und dessen Notwendigkeit uns suggeriert wird, sorgt für zunehmend leidende Entspannung durch ständige Alarmbereitschaft - immer sind all unsere Antennen an. Oft leiden auch Konzentration und Fokus darunter. 


Da kommt ganz galant die Meditation um die Ecke.


Meditation ist nicht nur zentraler Bestandteil mehrerer religiöser Praktiken, sondern fungiert wie ein Werkzeug, das Dir hilft, Dein Monkey Mind zu calmen. Ruhe in Deinen Geist zu bringen. Springen wir doch sehr oft von Gedanke zu Gedanke wie ein Affe von Liane zu Liane. Wir reden hier von massiv vielen Lianen, sind es täglich um die 60.000 Gedanken, die uns durch den Kopf gehen. Hilft es da zu meditieren oder lernen, sich in Achtsamkeit zu üben? Sollte man sich frei machen von Gedanken? Kann das Meditation?

ÜBERALL STIMULATION. ÜBERALL INFORMATION.


Unser Mind ist dadurch ständig busy und unterliegt dabei oft auch negativen Reizeinflüssen. Was wir beim Hin & Her Jumpen der Gedanken oft verpassen, ist der sogenannter PRESENT MOMENT, das Hier & Jetzt, den Moment des Seins. Von den im Schnitt 60.000 Gedanken pro Tag durchdenken wir 80% am nächsten Tag wieder. Gedanken in der Endloschleife. Dazu kommt, dass 85% dieser vielen Gedanken negativ sind. Positive Gedanken sind demnach Mangelware. 


Meditieren hilft. Meditation hilft dabei, Gedankenmuster zu erkennen. Wenn man sich Zeit nimmt zum Meditieren, dann schafft man mit der Meditation Raum, in sich reinzuschauen. In der Stille, die man durch Meditation erzeugt, wird man zum stillen Beobachter seiner Gedanken. Ob mit Anleitung als Anfänger oder als Zen Profi, ob im Lotus-Sitz oder im Liegen, negative Gedanken lassen sich steuern. Dazu muss man sich den Denk-Prozessen jedoch erst bewusst werden. Wer schon einmal eine geführte Meditation bzw. die ein oder andere Yoga-Stunde besucht hat, dem ist der folgende Satz sicher vertraut: Du bist nicht Deine Gedanken. Du bist das Bewusstsein dahinter. Hier wären wir beim Casus Knaxus. 

Das ist genau der Knackpunkt!


Wie geht nun meditieren? Muss ich dazu ein Meister sein? Nein. Kann man Meditation lernen? Ja. Richten wir unsere Aufmerksamkeit also auf´s Meditieren lernen. Meditation heißt im Grunde auch Übung. Meditation ist eine Übung des Geistes. So gibt es die verschiedensten Geistesübungen.



WELCHE MEDITATION FÜR ANFÄNGER?

Es gibt die unterschiedlichsten Techniken, im Stehen, im Sitzen, mit Musik oder guided, mit deiner Stimme geführt, oder ganz ohne alles, nur Du mit Dir. Was für dich am Besten funktioniert, findest Du raus, wenn Du es ausprobierst. Eine geführte Meditation ist für Anfänger ideal. Verbinde Dich mit deiner Atmung, so beginnt eine Meditation oft. Auf den Atem konzentrieren, Dich deiner Umgebung bewusst machen, auf die einzelnen Geräusche konzentrieren, das sind oft die ersten Schritte der Meditation. Mit geschlossenen Augen Achtsamkeit praktizieren, das ist Teil vom Meditieren. Wie fühlt sich dein Körper an? Nimm deinen Körper wahr. Fühle dich in deinen Körper rein. Ist der Kiefer verkrampft, sind die Schultern schwer? Das Meditieren hilft dir, deinen Körper bewusster zu spüren, dich besser zu konzentrieren und ausfindig zu machen, wo die Themen sitzen, die Bearbeitung bedürfen.

Es ist nachgewiesen, dass Meditation gesünder und glücklicher macht. Man spricht hier ebenso von der Steigerung der Leistungsfähigkeit. Natürlich basierend auf der Häufigkeit der Anwendung. Dabei ist - wie so häufig - aller Anfang oft schwer. Aber auch gilt - wie beim Erlernen aller neuer Techniken - es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Daher setz Dich nicht unter Druck. Wir alle starten als Anfänger. Was uns zum Meister macht, ist die Übung. zumal es beim Meditieren nicht darum geht, absoluter Profi zu werden. Wer das möchte: Go for it! Großartiges Ziel! wer das Meditieren jedoch einfach nu als Werkzeug benutzen möchte: Sehr gute Idee! Here we go! Schon in kurzer Zeit lässt sich viel lernen. Konzentration, Entspannung, Gelassenheit, innere Klarheit, um nur einige Ziele von Meditation zu benennen. Um diese Ziele zu erreichen bracht es Disziplin. Mach aus dem Meditieren eine neue Routine und die positive Wirkung wird nicht lange auf sich warten lassen.

SEI GEDULDIG MIT DIR

Hier gilt es entspannt zu sein und nicht verkrampft den Einstieg zu finden. Hilfreich ist es, minimal zu starten, sprich mit kurzen Zeitfenstern zu beginnen und dann täglich oder wöchentlich die Anzahl der Minuten zu erhöhen. So kannst du zum Beispiel mit 3-5min täglich starten. Und wenn das gut funktioniert, du easy durch kommst, fokussiert auf den Moment, ohne Dich von Impulsen aus der Ruhe bringen zu lassen, dann bist Du bereit die Länge zu erhöhen. 

Beim Meditieren geht es viel mehr darum, am Ball zu bleiben als perfekt zu sein. Auch geht es fälschlicherweise nicht um die absolute (Gedanken)Stille, sondern vielmehr um das kurze Betrachten der kommenden Gedanken und diese dann ohne sie zu greifen, ziehen zu lassen: sie wie Wolken vorüber ziehen zu lassen.

Tipp: Nicht demotiviert sein, wenn es nicht gleich super geschmeidig funktioniert. Bleib dran, hier ist mit Beständigkeit und Langfristigkeit richtig was rauszuholen. Schließlich wird das Meditieren für seine Wirkung, ja gar für seine Heilkraft, seit Jahrtausenden zelebriert. Die positiven Resultate der Wirkkraft wurden später in der Neuzeit universitär belegt.

NERVENSYSTEM

Übe Dich in Gelassenheit, denn das ist, was beim Meditieren passiert. Der Vagusnerv, der zuständig für die Ruhe ist, wird aktiviert und mit dauerhafter Praxis sogar wie bei einem Muskel ähnlich trainiert. Der 10. von 12 Hirnnerven, zum Parasympathikus gehörend, ist zuständig für Ruhe und Gelassenheit und wird auch der Selbstheilungsnerv genannt.

Durch das Meditieren verschafft man der Reizverarbeitung des Nervensystems eine Pause und das ist es, was Dir Kraft schenkt.

Du kannst by the way auch aktiv meditieren, z.B. mit Yoga. Für alle, die ungerne lange still sitzen. Geh-Meditationen oder solche in denen Du Mantra wiederholst, gehören ebenso in den aktiv-meditativen Bereich.

EINMAL PROBIERT. DIREKT AUFGEGEBEN.


Du scheitert nicht am Meditieren, du meditierst nur auf eine Art, die nicht für Dich geeignet ist. Die tausend Jahre alte Mönchstechnik mag nicht für jeden Geist greifen, natürlich nicht, jeder Geist ist individuell und genau dafür gibt es die unterschiedlichsten Techniken.


SPECIALS


Wer nach etwas Besonderem sucht: Eva Kaczor hat Psychedelic Breath entwickelt, eine Methode in der geführte Atemübungen kombiniert sind mit psychedelischer Musik. Diese intensive Breathwork hilft, Dich in einen meditativen Zustand zu bringen, da es die Hirnwellen, Brainwaves, verändert. Der Shift passiert von Beta zu Alpha.

BASICS


Schließe die Augen, atme bewusst, nehme Gefühle wahr ohne in sie einzusteigen und schau Dir Deine Gedanken an, ohne zu greifen, lass sie vorbei ziehen. Die Visualisierung von Seifenblasen kann helfen: Wenn ein Gedanke kommt und Du ihn zu greifen neigst, packe ihn in eine Seifenblase und sieh hinterher, wie er davon zieht. Wenn Du diese Grundprinzipien der Meditation umsetzt, befindest du Dich auf der richtigen Fährte. Danach macht Übung den Meister. Schreib gerne in ein Journal wie lange du täglich sitzt, die zunehmenden Minutenzahl motiviert. Zudem wirkt die Stille, die Ruhe, das Centern, das Connecten von Body und Mind sehr inspirierend und somit absolut Wert, ausprobiert zu werden. 

Give it a try!

Deinem Geist zu Liebe.


#puffinbeauty