GET UP STAND UP

Der Frauentag und sein Ursprung

 



Clara Zetkin sei Dank, gibt es seit 1911 den Frauentag. Die deutsche sozialistische Politikerin und Frauenrechtlerin hatte dazu im Vorjahr im Rahmen der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen einen internationalen Tag für Frauen vorgeschlagen. Dieses Ansinnen rührt aus der Arbeiterinnenbewegung des späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhunderts. Damals ging es weniger um Mädelstreffen, rote Rosen und auch nicht darum mit den Girls mit Sekt anzustoßen und sein Dasein als Frau zu zelebrieren. Die Bedeutung des Tages ist eine andere. Viel tiefgründiger. Denn bevor wir diese Leichtigkeit, die wir mit dem Tag verbinden, entwickeln konnten, mussten Frauen vor uns für unsere Rechte einstehen. Den Status, den wir jetzt genießen, haben sie uns erkämpft. Ging es im Ursprung um einen politischen Frauenkampftag. Die Ziele der Frauen waren in erster Linie Gleichberechtigung, genauso wie das Wahlrecht für Frauen, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Es ging ebenso darum, sich gegen Diskriminierung einsetzen. Wenn wir heute auf diese Agenda schauen, dann sehen wir, dass es nach wie vor Punkte gibt, für die es sich einzusetzen gilt. 

STAND UP AND FIGHT _ FOR YOUR RIGHT


Der erste Frauentag fand nicht wie vermutet am 08. März, sondern am 19.März statt und anfänglich auch nur in Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark sowie in den USA. An diesem Tag gingen mehr als eine Millionen Frauen auf die Straße. Im Fokus ihrer Forderungen stand ganz klar das aktive und passive Wahlrecht. Ein Jahr später schon schlossen sich Frauen aus Schweden, Frankreich sowie den Niederlanden an und 1913 kam Russland hinzu. Die Bewegung bekam Zuwachs. Das Movement nahm Fahrt auf. Seit 1921 wird der internationale Frauentag, kurz Weltfrauentag, am 08. März gefeiert. Was vor dem Ersten Weltkrieg als Kampf um die Gleichberechtigung, die Emanzipation der Arbeiterinnen und das Wahlrecht begann, hat heute über 100 Jahre später nach wie vor bestand, wenn auch weniger protestreich.


ROTE NELKEN, ALPENVEILCHEN, FREESIEN & FRISUREN


Rote Nelken sind die Blumen, die oft mit dem Frauentag verbunden werden. Diese Verknüpfung ist hauptsächlich in Ostdeutschland geprägt. In der DDR waren rote Nelken am 08. März durchaus ein Thema, waren sie schließlich das Symbol für den Sozialismus. Dabei war der Frauentag in der DDR kein staatlicher Feiertag! Dennoch wurde staatlich zelebriert.  Die Frauen besorgten sich zudem lange im Voraus schon einen Friseurtermin und kauften extra neue Outfits. Es war also gleichzeitig ein Anlass, die weibliche Schönheit zu zelebrieren, mit seinen Kolleginnen zusammen zu kommen, zu lachen und zu tanzen, nachdem der offizielle Teil der politischen Rede beendet war. 


Die Nelke hatte sich im 19.Jahrhundert als Symbol der Arbeiterklasse durchgesetzt. So wurden diese vorrangig am 01. Mai, dem Tag der Arbeit, am Revers getragen. Das war mehr als nur dekorativ, denn es zeigte die Zugehörigkeit, die Gleichheit und die empfunden Solidarität. Verschenkt hat man zum Frauentag hauptsächlich Alpenveilchen im Topf oder einen Strauß Freesien. Die Frauen, die zu Auszeichnungen nach Berlin geladen wurden, erhielten einen Strauß roter Nelken. Die Blume war offiziell gern gesehen. Heute werden stattdessen alternativ auch rote Rosen verschenkt, deren Bedeutung ist natürlich weniger politisch. Heutzutage sind Blumen vielmehr ein Zeichen der Wertschätzung der Frau. Dankbarkeit ausgedrückt in roten Schnittblumen. In Russland hingegen bringt man Tulpen, Mimosen und Narzissen als Boten des Frühlings mit.

 


BERLIN SETZT EIN ZEICHEN


Die Vereinen Nationen legten den Grundstein als sie 1975 den 08. März offiziell zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ ausriefen. Damit fiel erneut weltweite Beachtung auf den Tag. Berlin setze dem ganzen in 2019 die Krone auf und erklärte als erstes und bis dato einziges Bundesland den 08. März zum gesetzlichen Feiertag. Dazu gesellen sich auf globaler Ebene 25 weitere Länder. Ganz spannend zu sehen, welche Länder das sind. 


Wo werden die Frauen gesetzlich geehrt und einen ganzen Tag lang offiziell gefeiert? Hier für Euch in alphabetischer Reihenfolge: Angola, Armenien, Aserbaidschan, Burkina Faso, Eritrea, Georgien, Guinea-Bissau, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Kuba, Laos, Madagaskar, Moldau, Mongolei, Nordkorea, Nepal, Russland, Sambia, Tadschikistan, Turkmenistan, Uganda, Ukraine, Usbekistan, Vietnam, Weißrussland.

SISTERHOOD 


Frauentag bedeutet nicht nur, dass die Männer die Frauen verehren, sondern, dass Frauen sich selbst und ihresgleichen ehren. Celebrate your womanhood. Zelebriere Dein Frau-sein! Und feiere die Frauen um Dich herum. Gönnt Euch, Girls! Wir sind hier, um uns gegenseitig zu unterstützen. Helfende Hände statt konkurrierende Gedanken. Feingefühl statt verurteilende Blicke. Ratschläge statt Lästern. Gemeinschaft statt ´jeder nur für sich´. In vielen Orten rund um den Globus gibt es bereits Women Circle. Ein Kreis, ähnlich einer Community, der nur aus Frauen besteht und dem Austausch dient. Holding space for each other. In 2021 ist es wirklich Zeit für mehr weibliche Energie. Dazu kann eine jede von uns ihren Beitrag leisten. Verschenke Lächeln statt böse Blicke. Hilf beim Tragen der schweren Taschen. Gib Support, wenn er gebraucht wird. Frauen für Frauen. Let’s support each other!

CHEERS LADIES, auf´s Frau-sein. Und lasst uns beim Anstoßen nicht vergessen, dass wir heute stehen, wo wir stehen, weil Frauen vor uns für uns waren und dass es deswegen wichtig ist, heute für die Dinge einzustehen, die die Frauen von morgen betreffen.  GET UP. STAND UP.  Together we stand. Together we rise. Together we shine. Im Zusammenhalt liegt die Kraft.  In diesem Sinne:


SUPPORT YOUR SISTERS. 

CREATE SISTERHOOD. 

CHOOSE KINDNESS AND 

KNOW YOUR STRENGTH. 

TAP INTO THIS POWER 

BY BEING YOUR BEST VERSION.


Let´s create unity by spreading that love.

Let´s rise and shine.

Together.


#puffinbeauty